Die Geschichte Die Gesamtauflage Der Calibra in der DTM Die Sondermodelle




Im August 1989 wurde der Calibra erstmals auf der Frankfurter Messe der Öffentlichkeit gezeigt. 1989 war das Design sehr futuristisch und ein Wagen aus dieser Klasse in dieser Größe noch völlig unbekannt. Das sportliche 2+2 Coupè basierte auf der Konstruktion des Opel Vectra und hatte daher auch dessen Radstand. Aus der Grossserienfertigung wurde viele Teile übernommen, die ihre Probephase schon im Vectra hinter sich hatten. Die Bodengruppe, das Cockpit und die Motoren waren somit alte Bekannte. Zunächst wurde der Calibra mit zwei verschiedenen Vierzylinder-Motoren und Vorderradantrieb angeboten. Auffällig waren die sehr schmalen Scheinwerfer und das keilförmig aufsteigende Heck mit spitz auslaufenden hinteren Seitenscheiben. Zum Beladen hat der Calibra, wie schon der Manta CC, eine große Heckklappe, welche die Heckscheibe mit einschließt.
Der Calibra wurde serienmäßig mit ABS und Servolenkung, mit elektrische Außenspiegeln und Sportsitzen ausgeliefert. Die Armaturen stammten jedoch vom Schwestermodell Vectra. Der Calibra kostete 1989 in der Grundversion , ohne weitere Ausstattung, 33.900,00 DM. Im April 1993 wurde der Calibra dann auch serienmäßig mit 2 Airbags angeboten.

Nur kurze Zeit nach der ersten Präsentation lieferte Opel das neue Coupè auch mit permanenten Allradantrieb (Viscokupplung zur variablen Kraftverteilung, elektronisch gesteuert, hydraulische Lamellen-Trennkupplung für den Antriebsstrang beim Bremsen und bei Motorstillstand). Es wiesen außer der Typenbezeichnung am Heck keine Kennzeichen auf den neuen Antrieb hin. Der Calibra 4x4 mit 16V-Motor kostete rund 44.200,00 DM. Als ein neuer V6 Motor für den Opel Vectra in das Motorenprogramm aufgenommen wurde, profitierte der Calibra auch hiervon. Auch ein Vierzylinder Turbolader von KKK mit Ladeluftkühlung war erhältlich. Das aufwendige 2,0i 16V Turbo 4x4 Coupè mit 204 PS, kostete 1992 49.980,00 DM. Die V6-Version mit 2,5 Liter Hubraum und 170 PS kostete 49.880,00 DM. Beide Modelle waren wahlweise auch mit Automatik erhältlich. Ab März 1994 wurde, durch veränderte Abgasnormen, dann ein neuer Zweiliter-16V mit 136 PS angeboten, der den 16V mit 150 PS ablöste. Eine Modellpflege oder auch ein Facelift gab es dann im August 1994. Dies war leider die letzte große Verbesserung, die dem Calibra gegönnt wurde.

Spaßfaktor plus Alltagstauglichkeit

Concept-Calibra

Der Opel Calibra war für seine Zeit ein Design-Wunder und wenn man das Opel-Coupè mit der Konkurrenz von VW und Audi verglich, hatte Opel damals einen großen Vorsprung. Die Formen des Calibras suchten seinesgleichen. Noch heute fällt der nun über 25 Jahre alte Calibra nicht als Oldtimer auf, da ihn sein Design jung gehalten hat.
 
Auch wenn es um Rost geht, hat der Calibra an sich einen guten Ruf. Im Vergleich zu anderen Sportwagen seiner Generation hat sich der Calibra sehr gut gehalten und nur selten sieht man einen Calibra auf dem Schrottplatz. Ebenfalls und als ein weiteres Novum, zeichnete sich der Calibra durch die flachsten Serienscheinwerfer der Welt aus. Diese Scheinwerfer trugen auch viel zur sportlichen Optik des Calibra bei. Sie sind eine Art Markenzeichen für den cW-Weltmeister mit dem Wert von 0,26. Schon 1989 wurden die Scheinwerfer in Freiformtechnik entworfen. Einziger Nachteil der Scheinwerfer waren die Nebellichter. Sie werden hier direkt in die Hauptscheinwerfer mit eingebaut. Das heißt, dass man sie nicht nachrüsten konnte.

Auch die Ausstattung konnte sich für die 1990er Jahre sehen lassen. Recarositze, Fahrersitz höhenverstellbar, Grünkeil bzw. grüne Wärmeschutzverglasung der Frontscheibe, Servolenkung, ABS, 4 Scheibenbremsen, vorne innenbelüftet, gehörten schon zur Grundausstattung.

Ab Werk gab es für den Calibra 15 Zoll Leichtmetallfelgen und für die Spitzenversion, den Calibra Turbo, 16 Zoll Leichtmetallfelgen, welche von der Optik die sportlichkeit des 204 PS starken Coupés unterstrich. Bei späteren Modellen gab es auch 14 Zoll Leichtmetallfelgen. Als Ersatzrad ist beim Calibra serienmäßig ein Notlaufrad vorhanden, welches nur bis maximal 80 Km/h zugelassen ist. Ein vollwertiges Reserverad hat zwar den Vorteil, dass man ohne Einschränkung weiterfahren kann, blockiert jedoch leider den Kofferraum zusätzlich.

Ein ehemaliger Entwurf für einen Calibra-b